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Energiewende: Wann, wenn nicht jetzt.

Auf Einladung der der ÖDP (Ökologisch-Demokartische Partei) Kreisverbände Augsburg Land und -Stadt sowie Aichach-Friedberg referierte Raimund Kamm, Vorstand des FORUMS „Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“, und unterstrich die Forderung auf umgehende Abschaltung des Kernkraftwerks Gundremmingen. Zum einen werde dieses AKW von Ökologen und Naturschützern gleichermaßen als besonders gefährdeter Siedewaser-Reaktor des Fukushima-Typs eingestuft, zum anderen werde mit jedem weiteren Betrieb der Kernkraft neuer hochradioaktiver Atommüll produziert. Schon heute stehen alleine im Zwischenlager in Gundremmingen Dutzende von Castorbehältern, von denen jeder einzelne 200 mal so viel Radioaktivität beinhalte wie in der Asse mit seinen 126000 Fässern gelagert sei. Niemand habe ein Konzept, wie dieser hochradioaktive Müll weit über historische Zeiträume hinweg, sicher verwahrt werden könne.
Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme stellte Kamm ein Energiewende-Programm für Schwaben und Bayern vor: Es beruht auf einer deutlichen Steigerung der Effizienz der Energienutzung, auf Einsparungen und vor allem auf dem Ausbau der erneuerbaren Energie, vor allem der Windkraft. Bayern brauche bis 2030 vier Tausend moderner Windkraftanlagen und hätte dann pro Flächeneinheit etwa so viele Windkraftanlagen, wie Rheinland-Pfalz schon heute installiert hat. Mit jeder Form von Energieverschwendung müsse Schluss gemacht werden, vor allem mit den Stand-By-Verlusten aus deutschen Elektrogeräten, an denen die Energiekonzerne jährlich und 20 Mrd. Euro verdienten. Kamm zeigte auf, dass die Strompreise nicht in erster Linie wegen der Einspeisung erneuerbarer Energie steigen würden, sondern vor allem deshalb, weil die Kosten dafür ebenso wie die Netzdurchleitungsgebühren fast alleine die Kleinkunden zahlen würden.
Kamm zitiert Umfragen, welche besagen, dass die erneuerbare Energie in der Bevölkerung auf breite Zustimmung trifft. 94% der Deutschen hielten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energie für wichtig, 76% sogar für außerordentlich wichtig. Umso bedauerlicher sei es, dass die Energiewende von den großen Energiekonzernen boykottiert werde. Kamm führt ein starkes wirtschaftliches Argument an: Während für den Import von Energie jährlich Milliarden in die Energie erzeugenden Länder fließen, könnte der Ausbau der erneuerbaren Energie die heimische Wirtschaft fördern und die Wertschöpfung im Lande

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