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Bioland und ÖDP zu Gast bei Landwirt Johannes Kreppold

Die Teilnehmer vor dem Soja-Acker (Speisesoja für Tofu) Bild: Dieter Nießner

ÖDP Kreisrat und Bioland-Vorstandsmitglied Johannes Kreppold zeigte seinen Besuchern vom Biolandvorstand Bayern (Josef Wetzstein, Oliver Alletsee, Agnes Edenhofer und Jürgen Schilling) und von der ÖDP (stellv. Bundesvorsitzender Günter Brendle-Benisch, stellv. bayrische Landesvorsitzende Agnes Becker und Kreisrätinnen Berta Arzberger und Maria Posch), wie die Familie Kreppold ökologische Landwirtschaft seit 40 Jahren erfolgreich umsetzt. Zudem bot er eine Fülle von Informationen darüber, was der Zweck von Bio-Landwirtschaft ist und wie diese Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden können. Es ginge nicht nur um gesündere Ernährung, sondern um Gesamtzusammenhänge: Als Grundlage stellt er immer wieder den gesunden Boden in den Mittelpunkt, der keinen Mineraldünger braucht, nicht verdichtet und auch nicht überdüngt wird. Er ist laut Kreppold die Lebensgrundlage für unsere Kinder und Enkelkinder, garantiert sauberes Trinkwasser, gesunde Nahrungsmittel, Widerstandfähigkeit gegen Extremwetterereignisse und vieles mehr. Auch die richtige Kompostierung in Zeiten des Klimawandels, das optimale Weidemanagement für die Rinder als auch die regionalen Wirtschaftskreisläufe waren ein Thema. Es gilt Futtermittelimporte um den halben Globus, die Klimakatastrophe, und weiteres Artensterben zu verhindern.

In der anschließenden Diskussionsrunde betonte Agnes Becker (die Managerin des erfolgreichen Volksbegehrens zum Artenschutz), dass mit dem Gesetz keineswegs das Problem gelöst sei, es gäbe noch viel Arbeit, das Gesetz auch umzusetzen.

Bioland- Vorsitzender Josef Wetzstein zeigte auf, warum das Ziel der bayrischen Staatsregierung bis 2030 30% der Landwirtschaft auf nachhaltige Produktion umzustellen mit den jetzigen Maßnahmen nicht erreicht werden kann. Größtes Hindernis sei die Förderpraxis mit dem Gießkannenprinzip nach Fläche, nicht nach Arbeitskräften, nicht nach nachhaltiger Bewirtschaftung.

Die Teilnehmer von Bioland und ÖDP betonten, dass es eine große Schnittmenge gemeinsamer Ziele gäbe an deren Erreichung man weiter mit aller Kraft arbeiten wolle.

 

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