„Machen Sie diesem Irrsinn ein Ende!“

ÖDP-Vorsitzender Suttner fordert Seehofer zur Abkehr von der Atomkernspaltung auf.

Söders Doppelspiel unglaublich dreist

Mit einem eindringlichen Appell wendet sich angesichts der Atomkatastrophe in Japan der Landesvorsitzende der ÖDP, Bernhard Suttner an den Bayerischen Ministerpräsidenten: „Alle Ihre Vorgänger, von Dr. Wilhelm Hoegner bis zu Dr. Edmund Stoiber, waren leider Befürworter der Atomkernspaltung. Seien Sie der erste Bayerische Ministerpräsident, der sich von dieser verhängnisvollen und vom Menschen nicht beherrschbaren Technologie unmissverständlich und mit allen Konsequenzen lossagt!“ schreibt Bernhard Suttner an Horst Seehofer. Da alle bisherigen Atom-Großunfälle  – von Majak über Windscale, Harrisburg und Tschernobyl bis hin zum heutigen Desaster in Fukushima jeweils unterschiedliche Ursachen hatten, könne auch das „Argument“ nicht überzeugen, dass es bei uns in Bayern solche Erdbeben und Tsunamis nicht geben kann. Suttner: „Ein möglicher Atomunfall in Mitteleuropa wird wieder einen anderen Auslöser haben… In jedem Fall aber gab und gibt es immer die eine Grundursache: Der Mensch ist fehlerhaft und kann deshalb nicht alle Eventualitäten voraussehen und für alles Vorsorge treffen. Eine Technologie, die nach einem schweren Unfall ganze Länder unbewohnbar macht, ist deshalb aus ethischen Gründen nicht zu verantworten.“
Empört zeigt sich der ÖDP-Vorsitzende über das Doppelspiel von Staatsminister Söder: „Er verteidigt in einem Atemzug die Laufzeitverlängerung und plädiert gleichzeitig für die rasche Abkehr von der Atomtechnik. Offensichtlich will Söder die Rolle von Atomlobby und Atomkritik in Personalunion spielen; das ist entweder eine unglaublich dreiste Verdummungsstrategie oder aber absurdes Theater eines Menschen, der jede Klarheit verloren hat.“

 


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