09.10.2017

ÖDP - Was spricht für unsere Wertstoffsammelstellen?

Der Kreisverband unterstützt den Standpunkt der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite e.V. (AGLL) bzw. "Das bessere Müllkonzept e. V."


Folgende Argumente sprechen aus Sicht der AGLL gegen den gelben Sack oder die gelbe Tonne:

Landkreise ohne gelbe Tonne jedoch mit Wertstoffsammelstellen (WSST) haben in Bayern ein geringeres Gesamtmüllaufkommen, geringere Kosten und höhere stoffliche Verwertungsquoten, da hier bewusster mit Müll und Wertstoffen umgegangen wird und Abfallvermeidungsstrategien besser wirken. Im Umkehrschluss heißt das: für schlechtere Umweltstandards werden höhere Abfallgebühren notwendig. Obwohl die Sammelquoten von Plastikabfällen bei WSST-Systemen niedriger sind, sind die stofflichen Verwertungsquoten höher. Jedoch ist die Restmüllmenge zur Verbrennung niedriger als bei Landkreisen mit gelber Tonne/gelbem Sack. Genau das gilt auch für Aichach-Friedberg, wie die Zahlen unten im Vergleich mit Stadt und Landkreis Augsburg zeigen. Der Verband der kommunalen Unternehmen geht davon aus, dass bis zu 80 Prozent der aussortierten Kunststoffe in Müllverbrennungsanlagen landen.

 

Die ÖDP spricht sich deshalb wegen einer besseren Recyclingfähigkeit für das Beibehalten der sortierten Anlieferung auf Wertstoffsammelstellen aus.


Es gibt auch noch andere Alternativen, die auch den Weiterbetrieb von Wertstoffhöfen gewährleisten würden:

Im Landkreis Pfaffenhofen gibt es den gelben Sack im Bringsystem. Dieser wird von den Bürgern zu den Wertstoffhöfen gebracht. Bei dem Besuch in Scheyern auf der Wertstoffsammelstelle haben die Abfallberater des kommunalen Eigenbetriebs die gute Annahme der Wertstoffhöfe mit dem Bringsystem der Leichtverpackungen begründet. Denkbar wäre auch ein unsortiertes Bringsystem mit eigenen Abfallbehältern.


 

Kreisrätin Berta Arzberger

Kreisrat Josef Moll